Beschlossene Sache: Zweite Anleihegläubigerversammlung der Karlie Group GmbH stimmt Laufzeitverlängerung und Zinssenkung zu

Die zweite Gläubigerversammlung der Anleihegläubiger der Karlie Group GmbH am vergangenen Montag (WKN A1TNG9/ISIN DE000A1TNG90) in Bad Wünnenberg-Haaren war nach Angaben der Gesellschaft beschlussfähig: 40,53 Prozent des ausstehenden Anleihekapitals waren anwesend oder vertreten und nahmen an der Abstimmung teil (das erforderliche Quorum von 25 Prozent wurde somit erfüllt). Die Anleihegläubigerversammlung stimmte sowohl der vorgeschlagenen Laufzeitverlängerung der Karlie-Anleihe um drei Jahre bis zum 25. Juni 2021 (mit einer optionalen weiteren Verlängerung um ein Jahr) als auch der Senkung des Zinses von 6,75 Prozent auf 5,00 Prozent zu. Letzteres gilt rückwirkend ab dem 25. Juni 2015.

Zwei der abstimmenden Anleihegläubigervertreter ließen allerdings ihren Widerspruch gegen die Abstimmungsergebnisse protokollieren.

Aufgrund seiner Eigenschaft als alleiniger Gesellschafter der Karlie Group GmbH war der Private-Equity-Fonds Perusa von der Abstimmung ausgeschlossen. Da ein Drittel des Gesamtvolumens der Anleihe in Höhe von etwas mehr als 10 Millionen Euro von Perusa gehalten wird, waren insgesamt Anleihen im Nominalwert von 6,75 Millionen Euro stimmberechtigt.

Es ist abzuwarten, ob es Karlie gelingen wird, das bereits im vergangenen Jahr begonnene umfassende Sanierungsprogramm erfolgreich abzuschließen.