Insolvenzverfahren für Steilmann eröffnet – Anleihegläubiger fürchten um Kapital

Das Amtsgericht Dortmund hat am 1. Juni 2016 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Steilmann SE eröffnet (Az.: 251 IN 34/16).

Außerdem wurden Hauptinsolvenzverfahren über das Vermögen der Steilmann Holding AG (Az.: 252 IN 33/16) sowie über das weiterer Tochtergesellschaften, wie die Klaus Steilmann GmbH & Co. Kommanditgesellschaft (Az.: 255 IN 42/16), eröffnet.

Den Anlegern der drei begebenen Mittelstandsanleihen der Steilmann SE mit einem Nominalvolumen von über 88 Millionen Euro, die 2017 und 2018 fällig gewesen wären, und den Aktionären drohen nun hohe Verluste.

Erst vor gut einem halben Jahr war der Modekonzern an die Börse gegangen, nun musste er Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung stellen.

Das Gericht fordert die Gläubiger jetzt dazu auf, ihre Forderungen bis zum 23. August 2016 beim zuständigen Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus, Dortmund anzumelden.

Außerdem bestimmte es den Berichtstermin für

Mittwoch, den 7. September 2016 um 10 Uhr

im Gebäude des Amtsgerichts Dortmund,

Gerichtsstraße 22, 44135 Dortmund, 1. Etage, Sitzungssaal 1.101.

Der Termin ist zugleich die erste Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren.

Für die Wahlen der gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger der Steilmann-Boecker Fashion Point GmbH & Co. KG werden gesonderte Versammlungen stattfinden, zu denen das Gericht am 6. Juni eingeladen hat (die Einladungen sind alle unter www.insolvenzbekanntmachungen.de einsehbar). Alle drei Gläubigerversammlungen finden nacheinander

am Mittwoch, den 3. August 2016

in der Messe Westfalenhallen Dortmund (Halle 6),

Rheinlanddamm 200, 44139 Dortmund (Eingang Messe West) statt:

  • 6,75 % – Anleihe 2012/2017 (WKN: A1PGWZ/ISIN: DE000A1PGWZ2): um 10 Uhr (Einlass ab 8 Uhr)
  • 7,00 % – Anleihe 2014/2018 (WKN: A12UAE/ISIN: DE000A12UAE0): um 13 Uhr (Einlass ab 12 Uhr)
  • 7,00 % – Anleihe 2015/2017 (WKN: A14J4G/ISIN: DE000A14J4G3): um 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)

Auf dem Berichtstermin am 7. September wird der Insolvenzverwalter die Gläubigerversammlung über die zur Verfügung stehende Insolvenzmasse informieren. Doch es ist mehr als fraglich, ob und falls ja, in welcher Höhe die Forderungen der Anleger im Insolvenzverfahren bedient werden können. Auf eine vollständige Befriedigung ihrer Forderungen sollten sie jedoch nicht hoffen.

Trotzdem sollten es die Anleihegläubiger keinesfalls versäumen, nun ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden, damit sie bei der Verteilung der Insolvenzmasse zumindest berücksichtigt werden. Die Kanzlei Schirp Neusel & Partner ist Ihnen gern bei der Vertretung im Insolvenzverfahren behilflich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an

Rechtsanwältin Anne Wenzelewski
Schirp Neusel & Partner Rechtsanwälte mbB
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