Rettung des Modekonzerns René Lezard vorerst gescheitert: Unternehmen stellt Insolvenzantrag

Nach mehreren fehlgeschlagenen Rettungsversuchen musste die RENÉ LEZARD Mode GmbH gestern nun doch einen Insolvenzantrag stellen.

Einer der potenziellen Investoren, mit dem man im Rahmen des laufenden Restrukturierungsprozesses über eine Beteiligung an der Refinanzierung verhandelt hatte, sei abgesprungen. Mangels positiver Fortführungsprognose sei damit eine Insolvenz unausweichlich. Nach eigenen Angaben habe die Geschäftsführung einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Außerdem plane die Emittentin, die laufende Sanierung im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens durchzuführen.

Wie geht es nach dem Insolvenzantrag weiter?

Sofern das zuständige Insolvenzgericht Würzburg René Lezard für sanierungsfähig hält, wird es der Emittentin eine Frist zur Vorlage eines Insolvenzplanes setzen. Anschließend muss dann eine Gläubigerversammlung über diesen Plan abstimmen.

Um die Interessen der Anleihegläubiger bestmöglich zu wahren, hat die Kanzlei Schirp Neusel & Partner im Namen von zwei Gläubigern, die zusammen ca. 40 Prozent der Anleihe vertreten, die Einsetzung eines vorläufigen Gläubigerausschusses beantragt und diese als dessen Mitglieder vorgeschlagen.

Was wird aus dem gerade gewählten gemeinsamen Vertreter?

Die letzte Gläubigerversammlung hatte u.a. beschlossen, dass das Amt des gemeinsamen Vertreters endet, sobald ein Insolvenzantrag gestellt wird. Da die Beschlüsse angefochten werden können, ist die beschlossene Befristung erst mit Ablauf der Anfechtungsfrist am 20. März 2017 wirksam, wenn bis dahin keine Klage erhoben worden ist.

Bitte verfolgen Sie auch die Veröffentlichungen des Gerichts auf www.insolvenzbekanntmachungen.de.