Scholz kündigt Entschädigungszahlung an – Quote soll am 31. August angewiesen werden

Die Entschädigungszahlung steht bevor - nun wird die Anleihe des Schrottverwerters Scholz verschrottet.Laut neuester Ad-hoc-Mitteilung der Scholz Holding GmbH sind alle Bedingungen für die angekündigte Entschädigungszahlung von über 16 Millionen Euro erfüllt. Die Inhaber der Scholz-Anleihe 2012/17 mit einem ursprünglichen Volumen von 182,5 Millionen Euro sollen die Auszahlung am 31. August über die Zahlstelle erhalten.

Damit müssen betroffene Anleihegläubiger über 91 Prozent ihrer einst investierten Gelder abschreiben – die entsprechende Recovery-Quote liegt bei nur 8,8 Prozent. Nach der Auszahlung dieser Basis-Quote sehen die mittlerweile geänderten Emissionsbedingungen vor, dass die verbleibenden Anleiheschulden weitestgehend ersatzlos erlassen werden. Allerdings könnte noch eine Besserungszahlung von 5,8 Millionen Euro hinzukommen, welche die Quote dann auf knapp 12 Prozent heben würde. Das entspricht 3,2 Prozent des ursprünglichen Anleihevolumens.

Diese werde aber nur dann gewährt, wenn Scholz im laufenden oder kommenden Geschäftsjahr eine bestimmte EBITDA-Schwelle erreichen kann. Allerdings gibt es weder von Scholz noch seitens des neuen künftigen Mehrheitseigners Chiho-Tiande Group (CTG) hierzu konkretere Informationen. Derzeit ist der chinesischen Metallrecycler CTG der größte Einzelgläubiger der Scholz-Gruppe und hatte zur Sicherung der laufenden Geschäfte einen Überbrückungskredit von 80 Millionen Euro zugeschossen. Auch die Entschädigungszahlung für die Anleihegläubiger wird von der CTG finanziert. Im Rahmen der Restrukturierung wird CTG die Kontrolle über die Scholz-Gruppe übernehmen.

Jahresabschluss 2015 veröffentlicht

In der letzten Woche hatte die Scholz-Gruppe den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2015 veröffentlicht. In der dazugehörigen Pressemitteilung wurde erklärt, dass die Übernahme durch CTG planmäßig vorangehe. Es werde eine Stabilisierung der operativen Ertragslage auf einem EBITDA-Niveau oberhalb von 70 Millionen Euro und, nach Abschluss der finanziellen Restrukturierung, die Reduzierung der Schuldenlast um rund 50 Prozent angestrebt. Doch das anhaltend niedrige Preisniveau auf den Schrottmärkten werde aller Voraussicht nach einen weiteren Rückgang des Konzernumsatzes zur Folge haben. Die Scholz-Gruppe musste im vergangenen Jahr einen Verlust nach Steuern von 232 Millionen Euro verbuchen, das EBITDA betrug 70,5 Millionen Euro.

Schadensersatzklagen in Vorbereitung

Die Kanzlei Schirp Neusel & Partner bereitet derzeit Schadensersatzklagen in Deutschland vor, die sich gegen Berndt-Ulrich Scholz und Oliver Scholz richten. Sofern Sie an weiteren Informationen über Möglichkeiten interessiert sind, sich mit juristischer Hilfe gegen den nahezu vollständigen Verlust Ihres Kapitals zu wehren, wenden Sie sich bitte an uns. Wir senden Ihnen dann weitere Informationen zu, selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.