Singulus lädt zur Gläubigerversammlung und stellt ein Sanierungskonzept vor

Die Singulus AG hat angekündigt, die Gläubiger der EUR 60.000.000,00 7,75 % Inhaber-Teilschuldverschreibungen 2012 / 2017 (ISIN: DE000A1MASJ4 / WKN: A1MASJ) zu einer Anleihegläubigerversammlung am 18. Januar 2016 in Frankfurt am Main einzuladen.

Außerdem haben die Singulus AG und der gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger ein Sanierungskonzept für die Anleihe und das Unternehmen vorgestellt.

Nach diesem Plan soll zunächst das Kapital der Gesellschaft von ca. 48 Mio. Euro auf 305.000 Euro herabgesetzt werden. Sodann wird das Kapital um ca. 6 Mio. Euro erhöht. Die Inhaber der Anleihen bringen dabei ihre Anleihen ein und erhalten pro 1.000 Euro Anleihenkapital 96 Aktien, die Aktie also für ca. 10 Euro. Zudem erhalten die Anleihegläubiger das Recht, eine neue Anleihe der Singulus AG zu zeichnen.

Wer also heute eine Singulus-Anleihe im Nominalwert von 1.000 Euro hat, kann die Anleihe jetzt verkaufen (heutiger Kurs: ca. 200 Euro) oder alternativ 96 Aktien der Singulus AG erhalten. Oder aber man wartet und bekommt einen Barausgleich in bislang noch unbekannter Höhe.

Was ist vom Sanierungskonzept für Singulus zu halten?

Eine informierte Entscheidung für oder gegen das Sanierungskonzept lässt sich allein auf Grundlage der heutigen Verlautbarungen nicht treffen. Der gemeinsame Vertreter teilt mit, dass ihm ein Sanierungsgutachten nach den Anforderungen des IDW-S 6 vorliegt, auf dem der Sanierungsplan basiere. Nur nach der Kenntnis dieses Gutachtens wird sich das Konzept beurteilen lassen und vor allem, ob ihm aus Sicht der Anleihegläubiger zuzustimmen ist oder nicht. Deswegen haben wir den gemeinsamen Vertreter und das Unternehmen gebeten, eine Kopie des Gutachtens zur Verfügung zu stellen.

Zeitgleich teilt die Singulus AG mit, dass sie beabsichtigt, ihren eigenen Anleihenbestand abzustoßen. Dieses Vorhaben lässt das Sanierungskonzept zusätzlich in einem ungünstigen Licht erscheinen und macht nicht gerade zuversichtlich.