Singulus nennt Zeitplan für Umtausch der Anleihen

Die Singulus Technologies AG hat einen (vorläufigen) Zeitplan für die nächsten Schritte der bevorstehenden Restrukturierung bekannt gegeben:

Bereits am 23. Juni 2016 soll die Abbuchung der Singulus-Anleihe 2012/2017 (ISIN: DE000A1MASJ4/WKN: A1MASJ) erfolgen. Das heißt, die Anleihen werden dann aus den Depots der Anleihegläubiger genommen. Im Gegenzug werden bei den Anleihegläubigern Erwerbsrechte bezogen auf Aktien und die neue Anleihe eingebucht. Die Einbringung der Anleihe ist Voraussetzung für die Durchführung der Sachkapitalerhöhung im Rahmen der Restrukturierung, wie sie am 15. Februar 2016 von der zweiten Gläubigerversammlung und am 16. Februar 2016 von der außerordentlichen Hauptversammlung beschlossenen wurde.

Die Forderungen aus der Singulus-Anleihe erlöschen dann formal am 27. Juni 2016 durch die Eintragung der Durchführung der Umtauschkapitalerhöhung in das Handelsregister beim Amtsgericht Aschaffenburg. Hierdurch entstehen die neuen Aktien der Singulus AG.

Besonders wichtig:

Am 29. Juni 2016 beginnen die Fristen für den Erwerb der neuen Aktien und der neuen Schuldverschreibungen. Wer im Gegenzug für seine bisherige Anleihe Aktien und die neue Anleihe erhalten möchte, muss seine Erwerbsrechte dann ausüben, indem er dies der Singulus Technologies AG mitteilt. Die Singulus wird sicher noch eine entsprechende Aufforderung im Bundesanzeiger veröffentlichen. Die Anleihegläubiger, die ihre Erwerbsrechte fristgerecht ausüben, sind danach Aktionäre und Gläubiger der neuen besicherten Anleihe.

Was passiert bei Nichtausübung der Erwerbsrechte?

Üben Anleihegläubiger die ihnen zustehenden Erwerbsrechte nicht aus (weil sie es nicht möchten oder die Frist hierfür versäumen), wird die Abwicklungsstelle der Singulus ihre neuen Aktien bzw. neuen Anleihen bestmöglich verwerten – also verkaufen, börslich oder außerbörslich. Der Erlös (abzüglich etwaiger Kosten) wird dann in Form eines Barausgleiches an diese Anleihegläubiger ausgezahlt werden. In welcher Höhe ein Erlös erzielt werden kann, wird sich herausstellen. Es besteht das Risiko, dass der Verkaufserlös deutlich unter dem Wert der noch auszugebenden neuen Aktien und neuen Anleihen liegen wird.

Der reguläre Handel der neuen Aktien aus der Umtauschkapitalerhöhung und der neuen Anleihen wird am 20. Juli 2016 beginnen, wenn sie zum geregelten Markt bzw. zum Freiverkehr (Quotation Board) der Frankfurter Wertpapier Börse zugelassen werden.