Update zur Laurèl-Abstimmung: Gemeinsamer Vertreter versucht sich zu rechtfertigen – und scheitert

Der gemeinsame Vertreter der Laurèl-Anleihegläubiger hat sich gerade in einer DGAP-Meldung um eine Rechtfertigung seines zweifelhaften Abstimmungsverhaltens bemüht – nur leider will seine Rechnung einfach nicht aufgehen. In der Meldung erklärt dieser nun, dass er Weisungen für die Zustimmung zum Insolvenzplan in Höhe von 86 % erhalten haben will:

„Mit über 86% forderte die überwiegende Mehrheit dieser Anleihegläubiger die One Square Advisory Services GmbH auf, ihre Zustimmung zum Insolvenzplan zu erteilen.“

Wir haben gemeinsam mit weiteren Anlegern den gemeinsamen Vertreter mit den Stimmen von über einer Millionen Euro Nennwert ausdrücklich aufgefordert, gegen den Insolvenzplan zu stimmen. Dies allein sind mehr als 5 % aller Stimmen. Nun aber behauptet der gemeinsame Vertreter, dass sich 86 % nach Absage der Versammlung dafür ausgesprochen haben wollen? Wenn also nur wir mit 5 % dagegen gestimmt haben – und dies die 14 % der Gegenstimmen ausmacht – müssten ihm somit mehr als 30 % aller Anleihegläubiger „Weisungen“ erteilt haben, für den Insolvenzplan zu stimmen. Und damit soll das Quorum für die Gläubigerversammlung nicht erreicht worden sein?

Seine Rechnung ließe sich nur dadurch erklären, dass die Weisung von der im Insolvenzplan begünstigten Robus stammt. Aus taktischen Gründen hatte sich diese anscheinend nicht zur Gläubigerversammlung angemeldet. Höchst fraglich ist, ob Robus, angesichts des eigenen Vorteils, überhaupt hierüber hätte abstimmen, bzw. „Weisungen“ erteilen, können.

Außerdem bemühen wir uns darum, das genannte Gutachten einzusehen, auf das sich der gemeinsame Vertreter für die Ermittlung des angemessenen Wertes der Aktien gestützt haben will.